Sri Lanka ist kein Shopping-Paradies, denn es herrscht die Unsitte, bei Touristen hohe Touristenpreise durchsetzen zu wollen. Seit dem Rückgang des Touristenstromes versucht man, ausbleibende
Einnahmen durch noch höhere Preise von den verbliebenen Touristen zu bekommen.
Am sichersten kauft man in Geschäften mit Scannerkassen, ansonsten macht es sich erforderlich, schon beim Eintippen der Preise und Zusammenrechnen per Hand genau hinzusehen. Ohne Kenntnis lokaler
Preise wird man auf Märkten ganz sicher über den Tisch gezogen. Wichtig ist, sich beim Einkauf nie von einem Einheimischen begleiten zu lassen, denn er bekommt 30% vom Warenwert, die man dem
Touristen zum ohnehin überhöhten Touristenpreis drauf schlägt.
Gewürzgärten haben den einzigen Zweck, dem Touristen Ayureveda-Mittelchen zu Wucherpreisen anzudrehen. Damit er sich zum Kauf verpflichtet fühlt, drängt man ihm vorher eine kostenlose Rückenmassage
auf. Unbedingt verzichten, wer doch etwas kaufen will - in Drogeriegeschäften gibt es die gleichen Mittel zum Bruchteil jenes Preises.
Ähnlich gefährlich sind die Juwelierläden, die überall auf unkundige Touristen lauern. Die Steine und die Ringe aus Silber darf man nicht als wertvoll betrachten, mit 50? sind sie überbezahlt,
gefordert werden zunächst mehrere Hundert.
Das Bergwerk Mondsteinmine scheint auch den einzigen Zweck zu haben, Touristen zum Kauf der Quarze zu bewegen. Finger weg, Abzocke hoch drei!
Wegen der niedrigen Lohnkosten kann man sich Kleidung nähen lassen. Wir haben am Strand Anzüge hängen sehen, die wäreDuss sich also nach Tipps richten und die Schneiderei genau anschauen. Auch hier
ist es ratsam, sich vorher ein Bild vom realistischen Preisniveau zu machen. Zu großzügige Touristen werden verachtet, weil sie sich so leicht haben betrügen lassen. "Weißes Fleisch - dummes Fleisch"
sagt man.
Lohnenswert kann der Gewürzkauf sein, wobei die Frische nicht garantiert ist. Besonders die kleinen Souveniertüten sollen kaum zu verwenden sein.
Tropische Früchte erwiesen sich immer von bester Qualität.
So groß die Abzocke in Strandnähe ist, so erschütternd ist die Ehrlichkeit ärmster Leute im Binnenland. Schon Geschäfte abseits der Hauptstraßen bieten niedrigere Preise. Man kann die Faustregel
aufstellen, je weiter entfernt man von Strand und Stadtzentren ist, desto größer ist die Aussicht auf realistische Preise. Preisangaben in Euro sollte man zurück weisen, denn bei den hohen
Rupienzahlen ist noch etwas Scheu gegenüber astronomischen Preisen vorhanden.
Kreditkarten-Betrug ist häufig, besonders in der Gegend von Beruwela. Selbst seriöse Geschäfte sind ohne ihr Wissen durch präparierte Lesegeräte davon betroffen.






