Khao Sok Nationalpark
Der Khao Sok Nationalpark liegt im Mittelpunkt des Zentralmassives, der das Rückgrat der Thai-Malayischen Halbinsel bildet. Der jährliche Monsun erreicht den Khao Sok von der Andamanen-See im Westen
und im Osten vom Golf von Thailand. Daher ist diese Gegend eines der regenreichsten Gebiet in Thailand mit einem jährlichen Niederschlag von 3500 mm. Obwohl es hier monatlich regnet, fällt während
Dezember bis Mai kaum Niederschlag und von Mai bis November regnet es oft sinnflutartig.
Allgemeines zum Khao Sok Nationalpark
Der Regenwald vom Khao Sok Park ist klimatologisch gesehen ein immergrüner Regenwald und der Rest eines 180 Millionen Jahre alten Ökosystems, viel älter und reicher als das Amazonasgebiet oder die
Regenwälder des zentralen Afrika. Der botanische Reichtum der Region, der Überfluss von frischem Wasser und der Schutz des äußerst rauhen Terrain macht den Khao Sok zur ersten Heimat für viele
Spezies der Tierwelt. Zusammen mit den Naturreservaten von Klong Saeng und Klong Nakha im Norden, und dem Nationalpark Sri Phang im Westen, umfassen diese Parks das größte zusammenhängende geschützte
Waldgebiet im südlichen Thailand. Der Khao Sok wurde noch nicht vollständig erforscht. Bisher wurden registriert: 48 Säugetier und 184 Vogelarten.
In einigen Zonen des Parks befinden sich riesige Bambushaine. Es gibt mehr als 1.500 Spezies dieser Familie. Bambus ist das älteste Gras der Erde und etwa 60 Millionen Jahre alt. Es ist auch das
höchste Gras (bis zu 10 Meter hoch). Einige Spezies können innerhalb eines Tages mehr als einen Meter wachsen.
Einige der häufigsten Insekten im Regenwald sind die Spinnen, Ameisen, Termiten und Bienen. Hier in Park lebt eine große Vogelspinnenart, die gewaltige Netze baut. Es wird vermutet, dass diese Spinne
neben Insekten auch kleine Vögel verzehrt. Das Weibchen ist sehr groß und bunt, das Männchen dagegen viel kleiner. Die rote Weberameise ist eine von Tausenden Ameisen-Spezies und baut ihre Nester auf
Blätter und Sträuchern. In der Regel greifen Weberameisen nur an, wenn ihr Nest bedroht wird. Ihr Biss ist sehr schmerzhaft. Die Eier der Weberameisen sind für viele Thais eine Delikatesse.
In den Wälder von Südostasien gedeihen hunderte verschiedener Arten von essbaren Früchten wie Jackfrucht, Mangosteen, Durian, Rambutan und Pomelo um nur einige zu nennen. Der Hornvogel lebt fast
ausschließlich von den Früchten des tropischen Regenwaldes. Er hat seinen Namen von seinem enorm großen Schnabel, dass einem Horn gleicht und besitzt oft eine knochige Erhöhung am Kopf. 30 der
weltweit 45 Hornvogelarten kommen in Asien vor, davon 13 Arten in Thailand.
Viele Besucher von tropischen Regenwälder sind oft enttäuscht, dass sie nicht auf Anhieb wilde Tiere zu sehen bekommen. Das liegt daran, dass die meisten Besucher den Park um die Mittagszeit
aufsuchen. Tiere sind hier vor Menschen äußerst ängstlich, weil sie schon von den Waldbewohnern vor mehr als 50.000 Jahren gejagt wurden. Die Mehrheit der größeren Tiere im Khao Sok hat seine
Aktivitäten deshalb in die Zeit nach der Dämmerung verlegt. Vor allem Katzen, Bären, Hirsche und sogar die Elefanten gehen kurz vor Sonnenuntergang auf Nahrungssuche. Diese Strategie hat in der
Vergangenheit ihr Überleben von Menschen gesichert. Der Parkbesucher sollte am Tag nach Spuren suchen. Fährten finden sich am besten an einem sandigen oder schlammigen Fluss, oder an feuchten Stellen
eines Dschungelpfades. Besuchen Sie den Park bei Nacht mit einer Halogenlampe. Man muss sich äußerst still verhalten und die Gruppe sollte klein sein. Auch dunkle Kleidung ist vorteilhaft. Auf gar
keinen Fall darf geraucht werden.
Attraktionen
Elefantenreiten, Kanu- und Bambusfloßfahrten, Trekking durch den Regenwald, Besucherzentrum, Ratchaprapa Damm mit Baden im See und Wandern.






