Zwischen den östlichen und den westlichen Kordillieren ersteckt sich in Ecuador über eine Länge von 400 km das Zentralplateau. Die Gebirgsketten, die das Plateau begrenzen, verlaufen in einem Abstand
von 40 bis 65 km. Es sind dort die Kegel von mehr als 30 Vulkanen zu sehen. Alexander von Humboldt benannte diese Aneinanderreihung "die Straße der Vulkane". Manche von diesen Vulkanen sind schon
seit langem erlöscht, wie der CHIMBORAZO (6.270 m), der ANTISANA (5.704 m), der ILLINIZA (5.305 m) und der ALTAR (5.270 m). Drei davon sind immer noch aktiv: der COTOPAXI (5.896 m - der höchste
aktive Vulkan der Erde), der TUNGURAHUA (5.033 m) und der SANGAY (5.322 m). Alexander von Humboldt versuchte mit seinem Freund Bonpland 1802 den CHIMBORAZO zu besteigen. Er kam bis auf eine Höhe von
5.000 m. Auch Simon Bolivar versuchte es später. Die Besteigung gelang 1880 dem englischen Bergsteiger Edward Whymper. Die Bezeichnung dieses bekannten Berges stammt aus der Quechuasprache und heißt
"Schneeberg".