Das ursprünglich athenische Krinidis, das einst über Goldvorkommen verfügte und somit immer wieder zum Ziel von Angriffen und Überfällen verschiedener Stämme wurde, wurde im 4.Jhdt.v.Chr. von Philipp
II. erobert und erhielt durch ihn seinen späteren Namen. Der Sohn Philipps II. , Alexander der Große, soll hier von Aristoteles unterrichtet worden sein. Eigentliche Bedeutung kam dem Ort aber erst
in späteren Jahrhunderten zu, als Oktavian- der spätere Kaiser Augustus, nach der historischen Schlacht von Philippi hier eine römische Kolonie gründete und mit dem Bau zahlreicher und bedeutender
Bauten begann. Auch bedingt durch ihre günstige Lage an der Via Egnatia, der römischen Reichsstraße zwischen Rom und Byzanz, erlebte sie nach der Christianisierung durch den Apostel Paulus um 50
n.Chr. eine weitere Blütezeit und wurde zu einer wohlhabenden und blühenden Stadt. Aus dieser Zeit stammen u.a. das heute zu sehende Theater, die römische Agora (Forum), die beiden Basiliken A und B,
die Palästra sowie die Oktogonkirche- die erste christliche Kirche der Stadt. Nach dem allmählich eintretenden physischen Zerfall, einer Pestepidemie und zahlreichen Belagerungen durch Goten, Slawen
und Bulgaren wurde die Stadt nach der Eroberung durch die Türken im 14.Jhdt. endgültig aufgegeben.