Das Teatro Amazonas ist wohl das bekannteste Gebäude der Stadt und ein Symbol des vergangenen Reichtums der "Época da Borracha natural" , der Kautschuk-Epoche.
Nicht zuletzt durch Werner Herzogs Film "Fitzcarraldo" gelangte das "Opernhaus im Urwald" zu neuer Berühmtheit. Auch heute zieht die am 31. 12.1896, nach 15- jähriger Bauzeit, fertiggestellte Oper
Touristen aus aller Welt an. Im großen Saal haben -inkl. Gouvaneurs-Lounge- genau 701 Zuschauer Platz. Die Saaldecke ist durch das Bild ?A Glorificação da Belas Artes na Amazônia? von Domenico de
Angelis geschmückt. Das edle Mobiliar der Erstausstattung wurde in den Werkstätten von Rio de Janeiro geschaffen.
Nach der Hauptrenovierung 1976 wurden viele Stücke in Amazonas selbst hergestellt. Das Pflaster des Theaterplatzes symbolisiert den Zusammenfluss von Rio Negro und Rio Solimoes. Während der
Pflasterung 1896 wurde ein spezielles Gemisch aus Sand und Kautschuk beigemengt, um die Geräusche vorbeifahrender Kutschen zu dämmen. Die enorme Kuppel des Hauses diente auch der Belüftung, welche
heute von modernen Klimaanlagen übernommen wird.
Bespielt wird das Haus u. a. vom staatlichen Sinfonieorchester, dem Chor, dem Ballett und dem Solistenensemble des Staates Amazonas. Über ein eigenes Ensemble mit festem Spielplan verfügt die Oper
nicht. Es gibt aber regelmäßig Sonntags Konzerte und künstlerische Abende mit internationalen und nationalen Künstlern verschiedener Genres. Die alljährlichen Höhepunkte bilden das Opernfestival im
April/Mai und die Weihnachtsaufführung.
Das Theater ist für Besucher täglich, außer Sonntags, von 09: 00-16: 00 Uhr zugänglich, Eintritt: 10.- Reais (ca. 3, 50). Führungen können in portugisisch oder englisch gebucht werden. Das kleine
Theatermuseum ist besonders sehenswert und wird im Rahmen der Führungen mit vorgestellt.
Am 20. 04. beginnt wieder das jährliche Opern-Festival im berühmten Teatro Amazonas. Es werden wieder, so wie in den vergangenen Jahren, Gäste aus aller Welt erwartet. Es erwartet Sie ein
hervorragendes Ensemble mit internationaler Besetzung. 2004, als der komplette Ring der Nibelungen aufgeführt wurde, wirkten auch Künstler aus Deutschland mit. Das Festival wurde 1996 vom deutschen
Geiger Michael Jelden ins Leben gerufen und wird heute vom Kulturministerium des Staates Amazonas betreut. Der Etat dieses Events betrug 2007 satte 150 Mio. Euro!






