In Amazonas findet sich das größte zusammenhängende Urwaldgebiet der Erde. Umweltzerstörung und Abholzung haben den Wäldern dank der schlechten Infrastruktur noch nicht in dem Maße wie anderswo in
den Tropen zugesetzt. Die Wälder werden von zahllosen Flüssen durchzogen.
Man unterscheidet in Amazonas 3 Typen des tropischen Regenwaldes:
Der "Selva" - der bis zu 6 Monate im Jahr überflutete Regenwald im Unterlauf des Río Negro, des Solimoes und Amazonas. (also auch die Gegend südl.- westl. und östl. von Manaus) Diese Gebiete sind
durch kaum vorhandenes Unterholz gekennzeichnet, in der Trockenzeit sind die Böden oft sumpfig, das Gelände ist flach.
Der Vorgebirgswald: Nördlich des Río Negro wird der Wald leicht bergig, es gibt vermehrt dichtes Unterholz und viele kleine Wasserfälle über Felsstufen im Wald. Er wird schon nicht mehr von den
Flüssen überflutet, beherbergt jedoch viele Sümpfe.
Gebirgsregenwald: Besondere Kennzeichen sind der starke Nebel, steile Hänge und dichtes Unterholz. Im Gebiet des Pico da Neblina herrscht diese Waldform vor.
Eine vielfach anzutreffende Sonderform ist der "Sekundärregenwald". So bezeichnet man Waldgebiete, in denen die Urvegitation durch menschliche Einflüsse (Brandrodung) oder duch Naturgewalten
(Blitzschlag, Erdrutsch) zerstört wurde und nun wieder nachgewachsen ist. Der geübte Betrachter wird solche Wälder besonders am Fehlen der großen Urwaldbäume erkennen.






