Die Wahl für diesen Ausflug fällt leicht, denn einen bunteren Mix aus Action, Kultur und Vielfältigkeit an einem Tag bekommt man in Yucatan sonst nicht geboten. Auch uns hat dies magisch angezogen und zur Buchung veranlasst. Zunächst geht es in den Dschungel, man seilt sich über eine ca. 100m breite Schlucht, dann nochmal ca. 30m in den Abgrund ab. Keine Sorge, das sieht am Anfang gefährlicher aus als es ist. Danach geht es in eine kleine Lagune zum Kajak-Fahren, von dort wieder durch den Dschungel zur einem Schamanen, der einen von den Sünden befreit (so ein seelisches Update tut immer gut *g*). Weiter gehts zum Baden in eine Cenote (eines der unterirdischen Wasserlöcher von Yucatan) - es ist mal etwas ganz anderes, in einer Tropfsteinhöhle zu schwimmen, tatsächlich wunderschön. Weiter geht es dann in ein Maya-Dorf zum Mittagessen (wo man auch lernt, wie man richtig Tequila trinkt) und abschließend zur Ausgrabungsstätte nach Coba mit Besichtigung und Besteigung der Pyramide. Man kann sagen, dass einen tatsächlich (fast) alles über Natur und Kultur von Yucatan an einem Tag geboten wird.
Warum wir dem Ausflug trotz dieser Vielfältigkeit nur 4 von 6 Punkten geben können:
Zunächst wäre da das Transportmittel zu erwähnen, ein mehr als beengenter, bis zur Oberkante vollgestopfter Minibus, wo man zwangsläufig mit seinem Nachbar kuscheln muss. Den Reiseleiter sitzt auf dem Beifahrersitz und ist hinten kaum zu verstehen (schon gar nicht, wenn es durch die abenteuerlichen, mexikanischen Nebenstraßen geht). Ein Mikrofon und Lautsprecher gab es nicht. Alle Teile der Tour standen im Zeichen extremer Hast, was den Spaßfaktor entscheidend eingeschränkt hat. So hätten wir z.B. gern die Gruppe beim Mittagessen etwas näher kennengelernt, aber 15 Minuten sind dafür mehr als knapp. Auch beim "Üben" des Tequilatrinkens hatten wir gemeinsam viel Spaß, aber nach 5 Minuten musste es schon weiter gehen. Der Höhepunkt war allerdings Reiseleiterin S., welche uns dann für Coba zugeteilt wurde. Wir finden es gut, wenn sich ein Reiseleiter auskennt und von seinem Gebiet überzeugt ist - aber bei dieser Führung kamen wir uns regelrecht veralbert vor, als wären wir Schüler der 2. Klasse, die das erste mal etwas von den Maya hören. Weil wir zudem keine 40 US-$ für die Reisefotos ausgeben wollten und uns mit einem anderen Paar zusammengetan haben, gab es gleich eine schnippige Ansage - genauer Wortlaut "Jetzt macht Euch mal nicht ins Hemd". - So etwas geht gar nicht. Uns tut es ja leid, dass in der Nebensaison nicht so viele Teilnehmer zusammenkommen, aber deswegen die gesamten Kosten auf die Wenigen umlegen und dann auch noch unverschämt werden - so etwas geht gar nicht. |